Warum nutzen wir nicht „Menschen mit Beeinträchtigungen“?
Der Ausdruck „Menschen mit Beeinträchtigungen“ wird häufig in pädagogischen oder medizinischen Zusammenhängen gebraucht und legt den Fokus stärker auf individuelle gesundheitliche oder funktionale Aspekte. Er wird manchmal als „weicher“ empfunden.
Für uns steht jedoch im Vordergrund, dass der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ die gesellschaftliche Verantwortung für Inklusion und Barrierefreiheit klarer betont und sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen stützt. Gerade wenn es um Teilhabe, Antidiskriminierung und die Beseitigung von Barrieren geht, ist dieser Begriff präziser und rechtlich aussagekräftiger.
Unser Ziel
Mit unserer Wortwahl möchten wir:
- den Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht seine Behinderung als alleiniges Merkmal hervorheben,
- auf bestehende Barrieren und gesellschaftliche Verantwortung hinweisen,
- und eine Sprache verwenden, die rechtlich fundiert, inklusiv und respektvoll ist.
Sprache ist lebendig
Wir verstehen unsere Sprachpraxis nicht als endgültig abgeschlossen. Sprache, ebenso wie unser Verständnis von Inklusion, entwickelt sich weiter. Deshalb sind wir offen für Anregungen, Erfahrungen und Rückmeldungen, die uns helfen, unsere Kommunikation kontinuierlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln.